Die Abkürzung EME steht für "Erde-Mond-Erde" (englisch: "Earth-Moon-Earth", Moonbounce). Vielleicht denken sie sich schon was.... Es ist wirklich so. Bei dieser Betriebsart wird über den Mond gefunkt.
Dabei wird ein Signal mit recht hoher Frequenz erzeugt (kleine Wellenlänge => gute Reflektion) und mit einem enormen Antennenaufwand sowie riesiger Sendeleistung in Richtung Mond gesendet. Über den Mond als Reflektor kann auf diese Weise mit anderen Stationen Funkbetrieb abgewickelt werden.
Jedoch wird nur ein geringer Anteil des ausgesendeten Signals wieder zur Erde zurückgeworfen, weil der Mond erstens eine kleine Fläche des Himmels einnimmt, zweitens das Signal auf dem Hin- und Rückweg aufgrund der großen Entfernung sehr stark gedämpft und drittens nicht die gesamte Energie von der Mondoberfläche reflektiert wird.
Aufgrund der großen Wegstrecke und der Geschwindigkeit der Funkwellen, die sich "nur" mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, kann das reflektierte Signal nach ungefähr 2,5 Sekunden auch selbst wieder empfangen werden.
Häufig werden für EME-Funkverbindungen die Modulationsarten SSB oder CW (Morsen) verwendet. Mittels der digitalen Übertragungsart WSJT (JT44, JT65, JT1) ist es allerdings mit vergleichweise geringem Aufwand möglich, Funkverkehr über den Mond abzuwickeln.